{"id":7092,"date":"2023-10-21T19:44:24","date_gmt":"2023-10-21T17:44:24","guid":{"rendered":"https:\/\/kirchehundwil.ch\/?page_id=7092"},"modified":"2023-10-21T20:10:48","modified_gmt":"2023-10-21T18:10:48","slug":"wem-gebuehrt-der-dank","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kirchehundwil.ch\/?page_id=7092","title":{"rendered":"Wem geb\u00fchrt der Dank?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Wort des Pfarrers<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Lied des Bauern &#8211; das Sch\u00f6pferlob<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend in vielen anderen Gegenden unseres Landes der Boden vertrocknete und ein bedr\u00fcckendes Braun dominierte, wenn man den Blick \u00fcber die Felder schweifen liess, haben bei uns in Hundwil auch dieses Jahr wieder die Wiesen frisch und gr\u00fcn geleuchtet und Auge und Herz erfreut. Immer wieder hat der Himmel es bei uns regnen lassen und so den Boden, Gras, B\u00fcsche, B\u00e4ume und auch die Tiere getr\u00e4nkt. Unsere Bauern konnten einmal mehr gutes Futter ernten f\u00fcr ihr Vieh.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass dies alles andere als selbstverst\u00e4ndlich ist, haben wir mehr als genug aus den Nachrichten aus nahen und fernen Regionen geh\u00f6rt. Es ist auff\u00e4llig, wie gross manchmal der Unterschied schon nur in unserem kleinen Land ist. Hundwil scheint da irgendwie besonders gesegnet zu sein. H\u00f6ren wir von unseren Familienangeh\u00f6rigen in der Nordwestschweiz von Hitze und anhaltender Trockenheit, d\u00fcrfen wir jeweils dankbar sagen: \u201eBei uns ist es nicht so schlimm.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Doch trotz teilweise extremen Wetterbedingungen in einigen Regionen unseres Landes ist auch das Jahr 2023 f\u00fcr die Schweizer Bauern insgesamt ein gutes Erntejahr. Die Ernteertr\u00e4ge fallen in etwa gleich hoch aus wie in den Jahren zuvor.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben also auch dieses Jahr wieder viel Grund, unserem Sch\u00f6pfer Dank zu sagen. Dank daf\u00fcr, dass er einmal mehr&nbsp;so treu, g\u00fctig und \u00fcberfliessend am Werk gewesen ist. Wenn er in seiner Sch\u00f6pfermacht die Zeiten des Jahres, die Kr\u00e4fte der Elemente und die Arbeit und M\u00fche von uns Menschen vereint hat, um uns Speise und Trank zu verschaffen. Speise und Trank, die uns am Leben erhalten, unsere Herzen und Gem\u00fcter erfreuen und st\u00e4rken und uns Mut und Lust geben zum Leben. Die Fr\u00fcchte die gewachsen sind auf&nbsp;&nbsp;Feldern, Str\u00e4uchern und B\u00e4umen, reichliche Ernten auf dem Acker und im Garten, K\u00e4lber, die gesund und munter geboren worden sind, Milch die gemolken werden konnte, und noch vieles mehr. All das ist alles andere als selbstverst\u00e4ndlich und nur m\u00f6glich, wenn der Sch\u00f6pfer sein Sch\u00f6pferwerk tut.&nbsp;Wie es der Dichter Matthias Claudius in seinem Bauernlied in Worte gefasst hat:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>\u201e<em>Wir pfl\u00fcgen, und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand:<br>der tut mit leisem Wehen sich mild und heimlich auf und tr\u00e4uft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf<\/em><br><em><br>Er sendet Tau und Regen und Sonn- und Mondenschein und wickelt seinen Segen gar zart und k\u00fcnstlich ein<br>und bringt ihn dann behende in unser Feld und Brot es geht durch unsre H\u00e4nde, kommt aber her von Gott.<\/em><br>&nbsp;<br><em>Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,<\/em><br><em>drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt,&nbsp;<\/em><br><em>und hofft auf ihn<\/em>.\u201c<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Wenn ich im Unterricht mit den Kindern manchmal \u00fcber das Beten rede, dann stelle ich meistens etwas betroffen fest, dass in vielen Familien am Tisch nicht mehr gebetet wird. Vielleicht noch beim Grosi. Zu Hause aber wird selten gedankt f\u00fcr das, was auf dem Tisch steht. Das, was uns am Leben erh\u00e4lt, was andere Menschen teilweise schmerzlich entbehren. &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p>Frage ich die Kinder, wieso das so ist, dann wissen sie darauf keine rechte Antwort. Auf die Frage ob sie sich denn nicht auch bedanken bei ihren Eltern, Freunden, Lehrern, wenn diese Ihnen etwas schenken, lautet die Antwort unisono: \u201eJa, doch!\u201c Alle sind der Meinung, dass man sich bedanken soll. Es geh\u00f6rt sich so. Es ist anst\u00e4ndig und h\u00f6flich.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn es gegen\u00fcber Menschen so ist, dann sollte es Gott gegen\u00fcber noch viel mehr so sein, oder? Das leuchtet den Kindern jeweils ein.-<\/p>\n\n\n\n<p>Jedes Jahr feiern wir Erntedankgottesdienst. Das ist eine sch\u00f6ne und gute Gepflogenheit. Auch dieses Jahr wird wieder das Jugendch\u00f6rli mitsingen, ebenso die Kinder des Religionsunterrichts. Einmal im Jahr danken wir so gemeinsam unserem Sch\u00f6pfer und werden daran erinnert, dass es Tag f\u00fcr Tag vieles gibt, wof\u00fcr wir Danke sagen k\u00f6nnen. Den Menschen, die uns Gutes tun und f\u00fcr uns sorgen und uns helfen. Weit mehr noch aber unserem Gott, der \u00fcber alles menschliche Mass hinaus g\u00fctig und treu ist. Das braucht nur wenig von uns und ver\u00e4ndert doch so vieles; in unseren Herzen, in unseren H\u00e4usern, in unserem Dorf. Denn<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>\u201ew<em>er Dank opfert, der preiset mich und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes<\/em>.\u201c <br><br>(Psalm 50, 23).<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Pfarrer David M\u00e4gli<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Hondwilerbl\u00e4ttli, 4. Quartal 2023<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wort des Pfarrers Das Lied des Bauern &#8211; das Sch\u00f6pferlob W\u00e4hrend in vielen anderen Gegenden unseres Landes der Boden vertrocknete und ein bedr\u00fcckendes Braun dominierte, wenn man den Blick \u00fcber die Felder schweifen liess, haben bei uns in Hundwil auch &hellip; <a href=\"https:\/\/kirchehundwil.ch\/?page_id=7092\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-7092","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kirchehundwil.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/7092","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kirchehundwil.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/kirchehundwil.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kirchehundwil.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kirchehundwil.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7092"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/kirchehundwil.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/7092\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7103,"href":"https:\/\/kirchehundwil.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/7092\/revisions\/7103"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kirchehundwil.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7092"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}