{"id":8088,"date":"2024-10-12T16:16:39","date_gmt":"2024-10-12T14:16:39","guid":{"rendered":"https:\/\/kirchehundwil.ch\/?page_id=8088"},"modified":"2024-10-12T16:31:24","modified_gmt":"2024-10-12T14:31:24","slug":"frohe-weihnachten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kirchehundwil.ch\/?page_id=8088","title":{"rendered":"&#8230; denn euch ist heute der Retter geboren"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Wort des Pfarrers<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Frohe Weihnachten!<\/h2>\n\n\n\n<p>\u201eFrohe Festtage\u201c w\u00fcnscht in den letzten Wochen des Jahres der Chlaus auf dem Plakat beim Dorfeingang. Den vielen hundert Menschen, die jeden Tag mit dem Auto durch unser Dorf fahren, den Postautopassagieren, den Wanderern, den Kunden der S\u00e4ntismetzgerei.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist sch\u00f6n, wenn wir einander etwas w\u00fcnschen, etwas Gutes. Das sind nicht einfach leere Worte. Es ist Ausdruck des Wohlwollens gegen\u00fcber dem, welchem wir es w\u00fcnschen und der Hoffnung, dass das Gute, das man ihm w\u00fcnscht, auch eintreffen werde. Es bedeutet etwas, wenn wir uns beim Gruss einen \u201eguten Tag\u201c w\u00fcnschen und beim Abschied ein \u201eWiedersehen\u201c erhoffen. Nat\u00fcrlich war und ist hier auch heute manchmal noch Gott im Hintergrund mitgemeint, also \u201eGott gebe Dir einen guten Tag\u201c und \u201eGott gebe, dass wir uns wieder sehen\u201c. Wer sonst sollte beides geben?<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGr\u00fcezi\u201c ist die zusammengeschrumpfte Form des Segenswunsches, \u201eGott gr\u00fcsse Euch\u201c. \u201eAdieu\u201c bedeutet \u201ezu Gott hin (Gott befohlen). Bei \u201ebh\u00fcet i Gott\u201c ist es ebenfalls offensichtlich: \u201ebeh\u00fcte Euch Gott\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist sch\u00f6n und hat Folgen, wenn wir einander etwas Gutes w\u00fcnschen. Ob wir uns kennen, oder ob wir einander fremd sind. Erst recht, wenn dieser Wunsch noch den Namen Gottes beinhaltet und sein segensreiches Wirken erbittet.<\/p>\n\n\n\n<p>So freue ich mich jeweils, wenn ich dieses Plakat sehe. Auch erinnert mich der Chlaus auf dem Plakat daran, wie hier bei uns in Hundwil gewisse Traditionen mit viel Freude und Einsatz gelebt werden. Wie r\u00fchrend ist es jeweils, wenn die Chl\u00e4use nach dem Z\u00e4uerli einem die Hand kr\u00e4ftig sch\u00fctteln und \u201eEs guets Nois\u201c w\u00fcnschen. Das sind wahrlich keine leeren Worte.<\/p>\n\n\n\n<p>Zugleich aber frage ich mich: Weshalb heisst es auf dem Plakat nicht \u201efrohe&nbsp;<em>Weihnachten<\/em>\u201c? &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem freundlichen Plakat des Gewerbevereins ist ersichtlich, was sich immer mehr verbreitet: Wir w\u00fcnschen uns immer weniger \u201efrohe Weihnachten\u201c, sondern nur noch \u201efrohe Festtage\u201c. Das mag als irrelevant erscheinen und man k\u00f6nnte denken: \u201eDas spielt doch keine Rolle, es weiss ja jeder, was damit gemeint ist!\u201c. Doch ist das so?- Ist es nicht eher Zeichen einer Entleerung des Weihnachtsfestes und in weiterem Sinn der Entchristlichung unseres Zusammenlebens, unserer Kultur, unseres Landes?-<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt auch in unserem Dorf bereits (wenige) Kinder, die nicht mehr wissen, weshalb wir Weihnachten feiern. In den St\u00e4dten und deren Agglomeration sind es viele. Und nicht nur Kinder. Weihnacht, die \u201ewihe Naht\u201c, die \u201egeweihte\/heilige Nacht\u201c ist mancherorts zu einem sinnentleerten Fest verkommen, da man sich gegenseitig beschenkt und mit Familie und Freunden ein gutes Essen geniesst und Gemeinschaft pflegt. Der Grund des Festes und der Grund daf\u00fcr, dass wir uns beschenken, wird je l\u00e4nger je mehr nicht mehr gefeiert, ist nicht mehr bekannt und irrelevant: Dass Gott uns seinen Sohn zur Vergebung unserer Schuld geschenkt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Um so wertvoller ist es, dass in Hundwil insgesamt noch ein gutes Dutzend Kinder bereit sind in den Wochen vor Weihnacht in der Sonntagsschule mit den Sonntagschullehrerinnen, in der Schule mit dem Pfarrer und zu Hause mit den Eltern oder Geschwistern ihre verschiedenen Rollen und Texte einzu\u00fcben, als Maria, Josef, Herodes, Weise, Engel, Hirten, Esel, Ochs.<\/p>\n\n\n\n<p>So dass w\u00e4hrend des \u00dcbens und dann an der Sonntagsschulweihnacht Junge und Alte wieder etwas davon h\u00f6ren und merken d\u00fcrfen: Wir feiern nicht einfach irgendein Fest, sondern Weihnachten. Die heilige Nacht, da der Engel zu den Hirten gesprochen hat: \u201e<em>F\u00fcrchtet euch nicht! Siehe, ich verk\u00fcndige euch grosse Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.<\/em>\u201c (Lukas 2, 11).<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Sinne w\u00fcnsche ich Euch, liebe Hundwiler, wenn es dann soweit ist, frohe Weihnachten!<\/p>\n\n\n\n<p>Pfr. David M\u00e4gli<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Hondwiler Bl\u00e4ttli 4. Quartal 2024<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wort des Pfarrers Frohe Weihnachten! \u201eFrohe Festtage\u201c w\u00fcnscht in den letzten Wochen des Jahres der Chlaus auf dem Plakat beim Dorfeingang. 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