{"id":8914,"date":"2025-10-06T17:19:51","date_gmt":"2025-10-06T15:19:51","guid":{"rendered":"https:\/\/kirchehundwil.ch\/?page_id=8914"},"modified":"2025-10-06T17:30:26","modified_gmt":"2025-10-06T15:30:26","slug":"peter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kirchehundwil.ch\/?page_id=8914","title":{"rendered":"Peter"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Wort der Pfarrfamilie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Peter<\/h2>\n\n\n\n<p>Am sp\u00e4ten Nachmittag des 19. Mai wurde unser j\u00fcngster Sohn Peter von einem Traktor mit Anh\u00e4nger \u00fcberfahren. So dass er nicht mehr atmete und auch sein Herzschlag nicht mehr zu sp\u00fcren war.<br>Geistesgegenw\u00e4rtige Zeugen alarmierten sofort die Sanit\u00e4t und begannen mit der Reanimation. W\u00e4hrenddessen riefen wir wenige Familienglieder und Freunde an, dass sie doch bitte f\u00fcr Peter zu unserem Gott flehen und auch andere Glaubensgeschwister dar\u00fcber informieren sollten. (Wie wir sp\u00e4ter erfahren haben, beteten bereits auch mehrere Nachbarn f\u00fcr Peter).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sanit\u00e4t, welche, Gott sei Dank, seit vergangenem Jahr einen St\u00fctzpunkt in unserem Dorf hat, war anwesend und in k\u00fcrzester Zeit bei uns. Sie beatmeten Peter mit einem Beatmungsger\u00e4t und f\u00fchrten die Herzmassage weiter.<br>Im Haus beteten wir unter Tr\u00e4nen zu unserem Herrn, dass, wenn es sein d\u00fcrfe, er Peter doch noch einmal in dieses irdische Leben zur\u00fcckkehren lasse. Nach einigen Minuten folgenloser Reanimation sagte die Sanit\u00e4terin, es bestehe kaum mehr Hoffnung, dass er wiederkomme.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch er wurde uns ein zweites Mal geschenkt. &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p>Seither sind nun \u00fcber vier Monate vergangen. <br>In leid- und notvollen Wochen auf der Intensivstation im Kinderspital St. Gallen k\u00e4mpfte Peter sich unterst\u00fctzt von den \u00c4rzten und Pflegern weiter zur\u00fcck ins Leben. Er leidet an einer inkompletten Tetraparese (hohe Querschnittl\u00e4hmung) und verschiedenen Hirnverletzungen.<br>Nach einigen Wochen im Hegauer Jugendwerk in Gailingen (DE) konnte Peter verlegt werden in die Kinderrehabilitationsklinik in Affoltern am Albis. <br>Dort wird er von aufmerksamen und t\u00fcchtigen Menschen bestm\u00f6glich therapiert und geht weiterhin tapfer seinen schweren Weg auf dem wir ihn, so gut wir k\u00f6nnen, begleiten.<br>Er und wir sind ja nicht die Einzigen. So viele Verletzte und Behinderte gibt es, die mit ihren Eltern und Angeh\u00f6rigen ungeheure Lasten zu tragen haben. Von denen man kaum etwas weiss, wenn man nicht selbst betroffen ist. &#8211;<br>Auch wir erlebten Tage und N\u00e4chte voll Angst, Not, Bangen, Sorgen, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Trauer, Verzweiflung. Und unsere Kr\u00e4fte waren manches Mal ersch\u00f6pft. &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p>Doch mittlerweile hat sich f\u00fcr uns alle ein neuer \u201eAlltag\u201c ergeben. Ein Alltag, in dem wir wieder miteinander leben wie zuvor, nur dass sich f\u00fcr Peter und durch ihn auch f\u00fcr uns vieles ver\u00e4ndert und einiges erschwert hat. Wir sind dankbar, dass er alle vier Glieder zwar mit schweren Einschr\u00e4nkungen aber auch mit zunehmender Kraft bewegen kann. Dass er geistig gesund ist, sich erinnert und uns, seine Verwandten und einige von Euch, kennt. Dass er wieder essen und trinken und (wenn auch mit durch Verletzungen eingeschr\u00e4nkter Stimme) reden kann. Dass er von seinem Wesen her derselbe ist, der Peter, so wie er war, offenherzig und fr\u00f6hlich und eigenwillig und stur, der nun nicht mehr den vorbeifahrenden Auto- und T\u00f6fflifahrern winkt, sondern den Pflegern und Therapeuten, die er kennt.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>So vieles ist noch da oder bereits wieder zur\u00fcckgekommen. &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p>Am 5. September konnte Peter das erste Mal nach Hause kommen und den Wochenwechsel zu Hause mit seiner Familie verbringen. Das war wundersch\u00f6n. <br>Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, soll es weiterhin so sein. Das ist ein Segen f\u00fcr unsere Familie. Denn wir waren seit dem Unfall nie mehr alle miteinander zu Hause. F\u00fcnf Tage die Woche ich, zwei Tage die Woche meine Frau mit den vier Br\u00fcdern. Und umgekehrt mit Peter.<br>Vorl\u00e4ufig wird er f\u00fcr die n\u00e4chsten Monate in Affoltern bleiben und solange werden wir ihn auch die Treppen im Haus hoch und runter tragen k\u00f6nnen. Ob er je wieder gehen k\u00f6nnen wird oder ob das Pfarrhaus rollstuhlg\u00e4ngig gemacht werden kann oder ob wir umziehen m\u00fcssen, wird sich zeigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Frage, weshalb unserem Peter das passiert ist, erhalten auch wir als Pfarrfamilie keine Antwort. &#8211;<br>Doch wir sch\u00f6pfen Trost aus dem, was die Bibel uns sagt; dass unser Gott den Kleinen, Schwachen, Leidenden und Versehrten besonders nahe ist und mit ihnen mitleidet, ihre Last mittr\u00e4gt, sie tr\u00f6stet und st\u00e4rkt durch seinen Heiligen Geist. Dass er versprochen hat, denen, die ihn lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken zu lassen, auch das Schwere und Leidvolle. <br>Dass er das an und in seinem Sohn Jesus Christus erf\u00fcllt hat, als Versprechen und Siegel. &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir freuen uns darauf,&nbsp;&nbsp;einmal zu sehen, wie der Allm\u00e4chtige in seinem Reich pers\u00f6nlich die Tr\u00e4nen all der vielen abwischt, die so Schweres leiden mussten. Zu h\u00f6ren, wie dann nicht die Klage, sondern das Lob seiner G\u00fcte und Barmherzigkeit aus ihrem Mund t\u00f6nen wird. Und zu erleben, wie Peter und die anderen k\u00f6rperlich Versehrten mit allen, die dem Sohn Gottes geglaubt haben, ganz und gar heil sein werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Gott sei Dank f\u00fcr diesen Trost und diese Hoffnung und f\u00fcr alles, was er Peter und uns in diesen Monaten getan und gegeben hat. &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p>Und auch Euch sei Dank, liebe Hundwiler!<br>All denen, die in diesen Monaten mit uns gelitten und gebangt und f\u00fcr Peter und uns gebetet haben, uns ein liebes Wort gesagt oder geschrieben haben, gebacken, gekocht, die Br\u00fcder bewirtet, die W\u00e4sche gewaschen und anderes mehr f\u00fcr uns getan haben. &#8211;<br>Es ist sch\u00f6n und tut im Herzen wohl, solch liebevolle Anteilnahme zu erfahren.<br>Gott m\u00f6ge es Euch vergelten.<\/p>\n\n\n\n<p>Familie M\u00e4gli<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Hondwiler Bl\u00e4ttli, 3. Quartal 2025<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wort der Pfarrfamilie Peter Am sp\u00e4ten Nachmittag des 19. Mai wurde unser j\u00fcngster Sohn Peter von einem Traktor mit Anh\u00e4nger \u00fcberfahren. 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